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Gemeinsame Sache: Feuerwehr und Polizei perfektionierten ihr Können unlängst bei einer Strahlenschutzübung. Das Auffinden und Sichern von radioaktiv verstrahltem Material war die Herausforderung am Gelände des Kornberger Schießplatzes. Trainiert wurde im Besonderen der praktische Umgang mit den Geräten und das Zusammenspiel der Einsatzkräfte. Dieser Übung, die am Freitag, dem 25. August 2017 mit dem Beginn um 13:00 Uhr durchgeführt wurde, lag ein fiktives – aber nicht unrealistisches Szenario – zugrunde. Bei einer mit Ziel Zagreb in Graz gestarteten Frachtmaschine traten kurz nach dem Start technische Probleme auf. Noch im Steigflug öffnete sich durch einen Defekt plötzlich die Ladeluke. Bei der Umkehrschleife, über dem Raum Kornberg, fielen einige Frachtstücke aus der Maschine. Unmittelbar nach der Sicherheitslandung am Flughafen Graz erfolgte eine Sichtung der Ladung anhand der Frachtpapiere. Dabei wurde festgestellt, dass einige der verloren gegangenen Pakete radioaktive Nuklide enthielten. Umgehend wurden die für diese Schadenslagen spezialisierten Feuerwehren Gniebing (BFV Feldbach) und Hainsdorf-Brunnsee (BFV Radkersburg) zur Unterstützung angefordert. Ausgearbeitet wurde diese Übung von Übungsleiter OLM d.F. Mario Hafner (FF Gniebing) und Offizier-Stellvertreter Josef Guba vom Österreichischen Bundesheer, ABC Abwehrkompanie Graz. Ehe es vom Einsatzzentrum der Feuerwehr Feldbach gemeinsam zum Schießplatz nach Kornberg ging, stand eine theoretische Aus- und Weiterbildungseinheit am Programm. Nach einer kurzen Übungseinführung von Mario Hafner und Josef Guba, stellte der Kommandant der ABC-Abwehrkompanie, Hauptmann Raphael Schuh, BA, die Aufgaben seiner Kompanie mit Kapazitäten und Möglichkeiten vor. Danach skizzierten RL RR Günter Timal, BA, MBA, MPA – Leiter des Referats II/13/d (Bevölkerungs- und Zivilschutzausbildung) im Innenministerium und Oberstleutnant Mag. Ursula Auer von der Landespolizeidirektion Steiermark (Leiterin Strahlenschutz Polizei Steiermark) den gesetzlichen Hintergrund zur Mitwirkung im Bereich Strahlenschutz, die Einsatzmöglichkeiten und die Organisation der StrahlenspürerInnen im Bereich der Polizei. Ehe die Sicherheitsunterweisung durch die Übungsleitung stattfand, referierte Frau DDDr. Elke Pichl, Leiterin der Versuchsanstalt für Strahlenmesstechnik und Strahlenschutz an der Technischen Universität Graz über die aktuelle Strahlenbelastung nach Tschernobyl. Nach diesen theoretischen Impulsreferaten erfolgte die Verlegung nach Kornberg, wo die Kräfte von Feuerwehr und Polizei praktisch am Kornberger Schießplatz übten. Nach Eintreffen am Zielgelände und Aufbau der notwendigen Manipulationsflächen erfolgte der Einsatz des Luftspürsystems des Innenministeriums. Mithilfe sensibler Messgeräte kann vom Hubschrauber aus eine große Fläche auf das Vorhandensein von radioaktiven Stoffen detektiert werden. Bevor die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei ins „Absturzgebiet der Ladung“ vordrangen, spürte die Besatzung des Polizeihubschraubers in der Luft und machte zwei Positionen mit stark strahlenden Nukliden aus. Diese Daten wurden dann den „Bodenkräften“ übergeben. Einen Spürbereich übernahm die FF Gniebing, die unter der Einsatzleitung von Kommandant Daniel Dunst mit 14 Kräften vor Ort war. Den zweiten Spürbereich teilten sich die Kameraden der FF Hainsdorf-Brunnsee (6 Kräfte) unter der Leitung von Feuerwehrkommandant Franz Liebmann mit den Strahlenspürern der Polizei. In Summe war die Polizei mit 7 Kräften an der Übung beteiligt.Von den „Bodenspürern“ wurden in Folge sechs Nuklide sowie eine Packung mit einem leicht strahlenden Klärschlamm aufgespürt. Die Fundstellen wurden laut Vorgaben des LFV markiert. Zahlreiche Übungsbeobachter waren zugegen, um die Schnittstellen und das gemeinsame Arbeiten der Einsatzorganisationen zu beobachten. Neben den Referenten waren auch Dipl. Ing. Dr. Ewald Plantosar von der A15 Energie, Wohnbau, Technik (Leitung des Referates Lärm- und Strahlenschutz, Land Steiermark), Bürgermeister Ing. Josef Ober, Bereichsfeuerwehrkommandant Johannes Matzhold, der im steirischen Feuerwehrwesen für Strahlenschutz zuständige Landessonderbeauftragte BR d. F. Ing. Stefan Schnepf sowie DI (FH) Ing. Alexander Krobath von der Strahlenmesstechnik Graz.Unisono konnte sowohl von der Übungsleitung als auch von den Beobachtern festgestellt werden, dass die bei der Übung eingesetzten Kräfte mit ihrem Aufgabengebiet eng vertraut sind, der Sonderdienst „Strahlenschutz bzw. Strahlenspürer“ in Feuerwehr- und Polizeikreisen über einen hohen Ausbildungsstand verfügt und die Übungsaufgaben erfolgreich gemeistert wurden. Bericht: BR d.ÖBFV Thomas Meier, MA
 
 
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